Zahl des Monats

Zahl des Monats August 2017

01.08.2017 Zahl des Monats

76 % – Rund drei Viertel der Beschäftigten schätzen ihre psychische Gesundheit als gut ein, rund ein Viertel nicht.

Psychische Erkrankungen waren mit 43 Prozent im Jahr 2015 die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentung, verursachten 87 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage und 16,8 Milliarden Euro Verlust an Bruttowertschöpfung1. Psychische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für den Verlust an beschwerdefreien Lebensjahren. Die häufigsten diagnostizierten Gründe sind Depression und Angststörungen. 

Arbeit ist für die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger im erwerbsfähigen Alter der Mittelpunkt des Alltags. Schlagworte wie Burnout und krank machende Arbeit sind in den Medien allzeit präsent. Im Fokus stehen dabei meist Belastungen wie Multitasking, Flexibilitätsanforderungen, Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. 

Wie Arbeit neben den möglichen belastenden Faktoren die psychische Gesundheit auch stärken kann und welche betrieblichen und individuellen Faktoren die Beschäftigten selbst für ihre psychische Gesundheit als förderlich oder hinderlich einschätzen, zeigt eine neue Veröffentlichungsreihe im Rahmen des Projekts psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA). Für den psyGA Monitor wurden Längsschnittdaten aus dem Linked Personnel Panel (LPP), der Mannheimer-Industrie-Kohorten-Studie (MICS) sowie aktuelle Daten aus einem Großbetrieb der Metall verarbeitenden Industrie (GMI) durch das Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin der Universität Heidelberg (MIPH) zusammengeführt und ausgewertet.

Ein erstes, zentrales Ergebnis zeigt: 

Rund Drei Viertel der Befragten schätzen ihre psychische Gesundheit gut ein, rund ein Viertel nicht.2  

Dieses Ergebnis und weitere Kennzahlen darüber, welche Einflussfaktoren sich besonders auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten auswirken, werden im September 2017 im psyGA-Monitor veröffentlicht. 

Praktische Tipps, Handlungshilfen und Best-Practice-Beispiele rund um das Thema psychische Gesundheit in der Arbeitswelt finden sich auf der Homepage des Projekt psyGA: LINK www.psyGA.info.

Das Projekt psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) leitet der BKK Dachverband e. V. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet. 

1. Quelle: SUGA 2015 (Daten der AOK, BKK, Innungskrankenkassen, Ersatzkassen und landwirtschaftlichen KK).
2. Initiative Neue Qualität der Arbeit (Hrsg.): MONITOR - Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt. Aktuelle Erkenntnisse zu betrieblichen und individuellen Einflussfaktoren nach Einschätzung der Beschäftigten, Berlin 2017