Zahl des Monats

Zahl des Monats Juli 2017

01.07.2017 Zahl des Monats

4,5 Fehltage wegen psychischer Störungen bei Altenpflegekräften

Im Durchschnitt ist jeder Beschäftigte in der Altenpflege im Jahr 2015 allein schon 4,5 Tage wegen psychischer Störungen arbeitsunfähig gewesen. Das sind fast doppelt so viele Fehltage aufgrund dieser Krankheitsart, wie bei allen beschäftigten BKK Mitgliedern (2,3 AU-Tage je Beschäftigten) – keine andere der insgesamt 144 Berufsgruppen weist einen höheren Wert auf. Mit 3,4 AU-Tagen ebenfalls überdurchschnittlich häufig aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben sind die Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege. Im Vergleich sind die hier Beschäftigten nach Fehltagen ebenfalls unter den TOP 5 aller Berufsgruppen zu finden.

Äquivalent dazu zeigt sich ein ähnliches Bild in einer Umfrage, die der BKK Dachverband deutschlandweit unter 2000 Beschäftigten durchgeführt hat. Im Unterschied zu allen Beschäftigten insgesamt (4,4%) wird von 7,7% der Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege und sogar von mehr als jedem fünften Beschäftigten in der Altenpflege (21,4%) die psychische und körperliche Gesundheit als durch die Arbeit (sehr) stark gefährdet eingeschätzt. Entsprechend ist in beiden Berufsgruppen der Anteil der Beschäftigten, deren Arbeitsfähigkeit als schlecht zu bewerten ist, mit 9,2% (Gesundheits- und Krankenpflege) bzw. 14,3% (Altenpflege) deutlich höher, als bei den Beschäftigten insgesamt (5,2%).


Diese und weitere Kennzahlen zu gesundheitlichen Lage der Beschäftigten in den Pflegeberufen sowie weiteren relevanten Berufs- und Wirtschaftsgruppen im Gesundheitswesen, sind im BKK Gesundheitsatlas 2017 zu finden. Dieser wird im Rahmen einer Pressekonferenz am 5. Juli 2017 in Berlin veröffentlicht und präsentiert. Neben den Auswertungen der Kennzahlen der beschäftigten BKK Mitglieder konnten auch wieder zahlreiche Gastautorinnen und Gastautoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis gewonnen werden, die mit Ihren Beiträgen wichtige zusätzliche Aspekte beleuchten und zudem Best-Practice-Beispiele für eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeit in den Pflegeberufen aufzeigen.

Für alle interessierten Leserinnen und Leser wird es den BKK Gesundheitsatlas 2017 auch wieder ab dem 5. Juli 2017 als frei verfügbare Online-Version auf der Homepage des BKK Dachverbandes unter folgendem Link geben: http://www.bkk-dachverband.de/publikationen/bkk-gesundheitsatlas