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Ärztekammer: Meiste Behandlungsfehler bei Gelenkerkrankungen

16.03.2016

Berlin (dpa) - Patienten werfen Ärzten am häufigsten bei Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkbrüchen Behandlungsfehler vor. Dies geht aus einer Statistik der Bundesärztekammer hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Im Jahr 2015 haben danach die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bundesweit 7215 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen - rund 500 weniger als im Vorjahr. In 2132 Fällen habe tatsächlich ein Fehler vorgelegen. In 1774 Fällen führte dies zu einem Gesundheitsschaden, der dann einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründete.

Nach Ansicht der Bundesärztekammer ist ein Grund für Behandlungsfehler der stetig wachsende Druck in Kliniken und Praxen. So habe die Zahl der ambulanten Behandlungsfälle zwischen 2004 und 2014 um 152 Millionen auf 688 Millionen zugenommen. In Krankenhäusern wurden demnach 2014 mehr als 19 Millionen Patienten behandelt.