Agenturmeldungen

Immer mehr Schmerzpatienten in Deutschland

23.02.2016

Berlin (dpa) - Bei immer mehr Patienten in Deutschland stellen Ärzte chronische Schmerzen fest. Die Zahl stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 3,25 Millionen an, wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Arztreport 2016 der Krankenkasse Barmer GEK hervorgeht. Waren 2005 noch 1,59 Prozent der Bevölkerung betroffen, waren es demnach 2014 mehr als 4 Prozent.

Unter den Bundesländern gab es die meisten Diagnosen in Brandenburg mit 5,8 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Berlin mit 5,7 und Thüringen mit 4,8 Prozent. Am seltensten wurden chronische Schmerzen in Bremen mit 2,9 Prozent diagnostiziert.

Barmer-GEK-Chef Christoph Straub machte auf Verbesserungen in der Schmerztherapie aufmerksam. Sie reichten aber nicht aus. Der Hausarzt müsse Lotse sein, so dass Betroffene bereits früh von verschiedenen ärztlichen Fachrichtungen betreut werden könnten, so dass Schmerzen möglichst gar nicht erst chronisch werden.

Mit 8,5 Behandlungsfällen pro Kopf hat es laut dem Report 2014 einen neuen Rekordstand bei den Arztbesuchen gegeben. Im Schnitt zahlten die Krankenkassen mehr als 523 Euro pro Versichertem für ambulante Arztbehandlungen, im Jahr zuvor waren es laut dem Report noch 505 Euro.