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PKV: Patientenberatung künftig auch auf Arabisch

16.03.2016

Berlin (dpa) - Patienten, die Probleme mit ihrem Arzt oder ihrer Krankenkasse haben, können sich künftig auch auf Arabisch beraten lassen. Die Anfang des Jahres neu organisierte Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) reagiert damit auf die steigende Zahl von Flüchtlingen vor allem aus Syrien. Dies teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) am Mittwoch in Berlin mit, der die kostenlose Beratung fördert. Das Pilotprojekt auf Arabisch soll im Mai starten.

In Deutschland leben 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind 20,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Gut drei Millionen Menschen haben ihre Wurzeln in der Türkei, 2,9 Millionen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Gerade die Beratung bei medizinischen, juristischen oder gar psychosozialen Problemen sollte möglichst in der Muttersprache möglich sein. Der PKV-Verband hat mit der UPD einen Vertrag bis 2022 geschlossen.

Bisher gab es Beratungen auf Deutsch, Türkisch und Russisch.

Der Patientenbeauftragter der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), erklärte dazu, das Angebot der UPD leiste gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation einen ganz wichtigen Beitrag auch für eine erste Orientierung in unserem komplexen Gesundheitssystem.