Agenturmeldungen

Virtuelle Realität macht Schmerzen erträglicher

13.02.2017

Barcelona (dpa) - Beim Arztbesuch virtuelle Pinguine beim Schwimmen
beobachten oder den Mount Everest besteigen - ein Ausflug in die
virtuelle Realität kann Patienten von einer schmerzhaften Behandlung
ablenken. Forscher um Birgit Nierula von der Universität Barcelona
stellen nun in der Fachzeitschrift «Journal of Pain» einen neuen
Ansatz vor, der Patienten mithilfe von Virtual-Reality-Brillen helfen
können, Schmerzen weniger stark zu spüren. Der Effekt ist allerdings
überschaubar.

Forscher wissen seit Jahren, dass Menschen weniger empfindlich sind,
wenn sie während einer schmerzhaften Behandlung auf ihren Körper
sehen. Das zeigte eine britische Studie, bei der Wissenschaftler die
Hände Freiwilliger mit einem Infrarot-Laser bestrahlten, um ihnen
Schmerzen zuzufügen. Die Teilnehmer schauten währenddessen entweder
ihre Hand oder aber ein kleines Buch an. Forscher vermuten, dass sie
beim Ansehen der Hand deswegen weniger Schmerz spürten, weil sich ihr
Körper auf den Laser vorbereitete und die Schmerzschwelle automatisch
erhöhte. Das Team um Nierula prüfte nun, ob dieser Effekt auch
mithilfe virtueller Realität funktioniert.