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Wirtschaft sträubt sich gegen Mehrbelastung bei Krankenversicherung

23.12.2015

Berlin (dpa) - Die Wirtschaft sträubt sich angesichts steigender Krankenkassenbeiträge für die Versicherten gegen eine Beteiligung an den Mehrkosten. «Wenn die Politik die paritätische Finanzierung wieder einführen und den Arbeitgeberbeitrag erhöhen will, müssten wir auch über die paritätische Finanzierung der Lohnfortzahlung reden», sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der «Rheinischen Post» (Mittwoch).

«Es wird immer außer Acht gelassen, dass die Arbeitgeber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für die ersten sechs Wochen ganz alleine übernehmen.» Hier gehe es um 51 Milliarden Euro pro Jahr.

«Das ist ein Vielfaches von dem, was die Arbeitnehmer insgesamt für Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung aufbringen müssen», sagte der DIHK-Präsident.

Die gesetzlichen Kassen haben zum Jahreswechsel Beitragserhöhungen auf breiter Front angekündigt. Unter den großen Versicherungen steigt der Beitragssatz bei der DAK-Gesundheit am stärksten. Die drittgrößte Kasse verlangt ab Januar 16,1 Prozent vom Bruttoeinkommen - 0,6 Prozentpunkte mehr als 2015. Diese Erhöhungen müssen die Versicherten über den Zusatzbeitrag allein zahlen. Unter anderem aus der SPD kommt die Forderung, den Kassenbeitrag wieder paritätisch, also je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanzieren zu lassen.