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BKK Werkstattgespräch “Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen“

24.02.2016

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Die Betriebskrankenkassen möchten einen Beitrag für die nachhaltige Verbesserung der Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen leisten. Deshalb hat der BKK Dachverband gemeinsam mit der Universität Bremen das Projekt “Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen“ (MundPflege) ins Leben gerufen, welches sich mit der aktuellen und zukünftigen mundhygienischen Versorgung von Pflegebedürftigen befasst. Das vereinbarte gemeinsame Vorhaben soll substanzielle versorgungspolitische Empfehlungen herausarbeiten. Konkret soll das Projekt “MundPflege“ einen Beitrag zur Weiter-/Entwicklung der entsprechenden Richtlinie nach § 22a SGB V des Gemeinsamen Bundesausschusses leisten. Das Bundesministerium für Gesundheit würdigte die Initiative der Betriebskrankenkassen.

Das BKK Werkstattgespräch “Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen“ fand am 24. Februar 2016 beim BKK Dachverband in Berlin unter Beteiligung  des Bundesministeriums für Gesundheit, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung im Lande Bremen, des GKV-Spitzenverbandes, des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, des Deutschen Caritasverbandes, des Gemeinsamen Bundesausschusses und von Wissenschaftlern der Universitäten Dresden, Witten/Herdecke und Bremen statt. Den Teilnehmern des BKK Werkstattgespräch “Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen“ wurden die Ziele, Hintergründe und konkreten Inhalte der gleichnamigen Konzeption für ein Projekt im Rahmen des Innovationsfonds vorgestellt. Angeschlossen hatte sich eine gemeinsame Diskussion.

Die Veranstaltung bestätigte, dass die Versorgung von Pflegebedürftigen insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland an Bedeutung gewinne. Zudem zeigte sich ein erheblicher Forschungs-, Interventions- und Evaluationsbedarf im Bereich der Mundgesundheit, der an folgenden konkreten Fragestellungen diskutiert wurde:

  • In welchem Umfang kann durch vorbeugende Maßnahmen der Mundhygiene der zahnärztliche Versorgungsbedarf verringert werden?
  • Wie kann die Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen durch gruppenprophylaktische Screeningmaßnahmen, durch mundhygienische Leistungen in Pflegeeinrichtungen beziehungsweise in der häuslichen Pflege oder durch Schulungsangebote für Pflegekräfte verbessert werden? Hierzu sollen auch die curricularen Strukturen entwickelt werden.
  • Welche Chancen bestehen in diesem Zusammenhang durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, zahnmedizinischem Fachpersonal, Pflegekräften und pflegenden Angehörigen?

Als Zwischenfazit aus der Veranstaltung zieht der BKK Dachverband: Das Projekt “MundPflege“ folgt offensichtlich nicht nur einer innovativen Idee, sondern leistet auch einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit von Pflegebedürftigen. Die Universität Bremen und der BKK Dachverband sind sich darüber hinaus einig: Von zentraler Bedeutung für das Gelingen wird es sein, insbesondere die Zahnärzteschaft, die Vertreter der Pflegeberufe sowie der Pflegeeinrichtungen weiterhin kontinuierlich in das Projekt einzubinden. Nur so können wertvolle versorgungspolitische Erkenntnisse zum Wohle der pflegebedürftigen Versicherten generiert werden.