Eine Initiative für das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Zukunft

Arbeitsgruppe entwickelt digitale Präventionsprogramme für Unternehmen

Seit langen sind die Betriebskrankenkassen Vorreiter in Fragen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Deutschland. Die jahrzehntelange Pionierarbeit wollen wir konsequent weiterführen und arbeiten eng am Bedarf unserer Versicherten und Trägerunternehmen sowie der Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in Zeiten der digitalen Transformation der Arbeitswelt.

 

Mit Blick auf die damit einhergehenden Herausforderungen und die Möglichkeiten der Vernetzung wollen die Betriebskrankenkassen die Qualität und Innovationskraft ihrer Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Kunden- und Trägerunternehmen ausbauen. Dafür haben die Betriebskrankenkassen, die im BKK Dachverband e.V. organisiert sind, im Oktober 2017 die Arbeitsgruppe „BGM 4.0 – BGM für die Arbeitsbedingungen der Zukunft“ eingerichtet.

Die von BKK-Vorständen ins Leben gerufene Initiative entwickelt Lösungen für die neuen Anforderungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und leitet daraus neue Aufgaben für die Betriebskrankenkassen ab. Grundannahme der Arbeitsgruppe ist, dass gesunde Menschen erfolgreicher mit veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen umgehen können. Bei der Entwicklung von Innovationen spielen dabei Netzwerke eine große Rolle: Gemeinsam mit Unternehmen, Politik, Verbänden und Wissenschaft entwickelt die Initiative Produkte und Dienstleistungen, die den Menschen unterstützen, gesund zu bleiben. Auch Start-ups sind in den Prozess eingebunden.

 

Psychische Gesundheit als Führungsaufgabe und E-Learning für Beschäftigte

Bislang hat die Initiative mit verschiedenen Kooperationspartnern unter anderem elektronische Lernprogramme für Beschäftigte und Führungskräfte insbesondere in kleinen und mittelständischen Betrieben entwickelt. Die Programme vermittelten leicht verständlich und praxisnah Wissen zur Stressbewältigung und Förderung psychischer Gesundheit als Führungsaufgabe und für die eigene Gesundheit. Die Betriebskrankenkassen unterstützen damit Unternehmen, einen klugen Umgang mit Ressourcen, Selbstmanagement und Kompetenz im Umgang mit psychischen Belastungen und Stress zu finden. Zudem die die Arbeitsgruppe BGM 4.0 ein Veranstaltungsformat entwickelt, das Unternehmen für den Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit sensibilisieren und diese in die Lage versetzen soll, auf neue Trends in der Arbeitswelt zu reagieren. Das onlinebasierte Einzelcoaching Fit@Job richtet sich an Beschäftigte und informiert diese drei Monate lang zu arbeitsweltbezogenen Gesundheitsthemen wie Ergonomie am Arbeitsplatz, gesunder Ernährung im Joballtag sowie Schichtarbeit und Stressreduktion im Betrieb.

 

Das sagen BKK-Vorstände zu BGM 4.0


Reinhard Brücker, Vorstand Viactiv

"BGM 4.0 bedeutet auch Industrie 4.0. So wie sich unsere Unternehmen weiterentwickeln, müssen auch wir unsere innovativen Angebote immer wieder auf den Prüfstand stellen und vorantreiben. Das geht nur mit einem präzisen Montoring in enger Absprache mit den Firmenpartnern. Um neue Ideen aufzuspüren und nutzenbringend einzusetzen, sind wir beständig auf der Suche nach Impulsgebern, die wir in die Kooperationen einbinden."


Dagmar Stange-Pfalz, BKK VerbundPlus

"Im Projekt BGM 4.0 bündeln wir die Kompetenz mehrerer Betriebskrankenkassen. Praktische und vielschichtige Lösungsansätze aus unterschiedlichen Bereichen gekoppelt mit hohem Sachverstand kennzeichnen die Projektarbeit. Aber auch Synergien bei den finanziellen Mitteln und den gesamten Ressourcen kennzeichnen das Projekt BGM 4.0."


Michael Niedermeier, Krones BKK

"Als unternehmensbezogene Betriebskrankenkasse kennen wir die internen Abläufe und individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter und des Konzern. In der Betrieblichen Gesundheitsförderung und im Betrieblichem Gesundheitsmanagement arbeiten wir kompetent und erfolgreich Seite an Seite mit dem Health Management unseres Trägerunternehmens. Dabei richten wir nachhaltig unser Augenmerk auf gesunde Arbeitsbedingungen. "


Stefan Weber, SBK

"Die vielefältigen Anforderungen in der Arbeitswelt, die sich aus einem immer dynamischeren Unternehmensumfeld und einer steigenden Komplexität in den Firmen ergebn, machen es notwendig, in Netzwerken zusammenzuarbeiten. An diesen Netzwerken sind alle zu beteiligen, die zu gesunden Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer beitragen können. Im Mittelpunkt müssen dabei immer die Bedürfnisse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehen."