Zahl des Monats

Zahl des Monats März 2018

01.03.2018 Zahl des Monats

Mit gewissem Stolz blickt das BKK-System auf die Neuregelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), das bestehende Darmkrebsfrüherkennungsangebot in den kommenden Jahren zu einem organisierten Programm mit einem persönlichen Einladungsverfahren weiterzuentwickeln. Einer der Vorreiter dafür war das „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“, eine Initiative des BKK Dachverbandes, der BKK Landesverbände NORDWEST und Bayern, 30 Betriebskrankenkassen, der Felix-Burda-Stiftung sowie des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen Deutschland e. V. und des Privatversicherers Barmenia Krankenversicherung a. G.


Das BKK-Bündnis hat in den vergangenen fünf Jahren durch eine gezielte und persönliche Ansprache zum Nachdenken über Darmkrebsprävention bewegt und durch Aufklärung mögliche Ängste vor einer Untersuchung genommen. Mit einer großangelegten Darmkrebs-Prophylaxe wurde vielen Menschen Leid erspart und einigen sogar das Leben gerettet.


Bis Anfang 2017 haben die Betriebskrankenkassen 225.000 Versicherte persönlich angeschrieben. Reagiert haben davon 62 Prozent, die sich einen Stuhltest haben schicken lassen. Davon schickten 61 Prozent (rd. 85.000) den Test wieder zurück. Mehr als 5.100 (6,0 Prozent) Versicherte wurden positiv getestet. Ihnen wurde eine Darmspiegelung empfohlen. Darüber hinaus haben Männer, die sonst oft als „Vorsorgemuffel“ gelten, den immunologischen Test weitaus häufiger in Anspruch genommen als die Frauen. Bei all diesen Fällen gilt nach wie vor: Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird.


Diese Botschaft wollen wir als Betriebskrankenkassen an die teilnehmenden Unternehmen weitergeben. Mit dem Handlungsleitfaden zur betrieblichen Darmkrebs-Vorsorge leistet das BKK-System einen wichtigen Beitrag zur Betrieblichen Gesundheitsförderung. Durch die Nähe zu den Unternehmen und den Beschäftigten sowie durch ihre traditionsbedingten Kenntnisse der Branchen unterstützen die BKK Unternehmen bei der Gestaltung gesunder Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Am 31. Dezember 2017 endete das „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ und wird von der neuen Gesetzeslage abgelöst. Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung haben nun ab dem Alter von 50 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf einen quantitativen, immunologischen Stuhltest. Ab 55 Jahren besteht der Anspruch alle zwei Jahre. Weil die Gesundheit der Versicherten den BKK am Herzen liegt, führen zahlreiche Betriebskrankenkassen auf freiwilliger Basis das „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ fort.


Nähere Informationen dazu unter: www.bkk-gegen-darmkrebs.de