Zahl des Monats

Zahl des Monats Mai 2018

01.05.2018 Zahl des Monats

Mehr als jeder zweite (52,7%) Beschäftigte im Alter über 50 Jahren ist mit seiner derzeitigen Arbeitsstelle zufrieden bzw. sehr zufrieden. Im Vergleich dazu ist dieser Anteil bei den unter 50-Jährigen mit 49,1% um mehr als 3 Prozentpunkte niedriger. Das ergab eine Umfrage, die im Sommer 2017 im Auftrag des BKK Dachverbandes unter 3000 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt wurde.

Dabei gibt es große Unterschiede zwischen verschiedenen Berufsgruppen. Die höchste Zufriedenheit mit ihrer Arbeitsstelle haben Beschäftigte 50+ in Bauberufen, am niedrigsten ist sie hingegen in dieser Altersgruppe bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Für fast alle Berufsgruppen gilt aber, dass die älteren im Vergleich zu den jüngeren Beschäftigten zufriedener mit ihrer Arbeitsstelle sind. Dies ist ein deutlicher Hinweis dafür, dass sich insbesondere Beschäftigte über 50 Jahre sehr stark mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen identifizieren. Daher sind Arbeitgeber gut beraten, es auch älteren, hochmotivierten und loyalen Mitarbeitern zu ermöglichen, sich weiterzubilden, damit sie auch zukünftig den Herausforderungen und dem Wandel der Arbeitswelt gegenüber gewappnet sind. In Zeiten unbesetzter Ausbildungsplätze und knapper werdenden Fachkräften werden Unternehmen attraktiv, wenn sie sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern. Dies sichert den Firmen in Zeiten des demografischen Wandels einen deutlichen Marktvorteil, und ermöglicht zudem Beschäftigten über 50 Jahren, die Möglichkeit lange und gesund berufstätig zu sein.

Natürlich spielt dabei neben der Arbeitszufriedenheit auch die Gesundheit der Beschäftigten eine Rolle, wobei vor allem die körperliche Gesundheit mit zunehmendem Alter abnimmt. Das zeigen auch die Ergebnisse der Umfrage: Sind es insgesamt fast die Hälfte (48,4%) der Beschäftigten 50+, die ihre körperliche Gesundheit als (sehr) gut einschätzen, so ist dieser Anteil bei den unter 50-Jährigen mit 59,6% zwar höher, aber nicht so hoch wie allgemein vermutet. Dagegen bewerten die Beschäftigten 50+ ihre psychische Gesundheit sogar ein wenig besser als die unter 50-Jährigen (58,1% vs. 56,2%). Für die Arbeitswelt bedeutet dies, dass man neben altersgerechten BGM-Maßnahmen auch alter(n)sgerechte Arbeit denken und gestalten muss, um hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter nicht frühzeitig zu verlieren.

GESUNDHEITSEINSCHÄTZUNG

Beschäftigte über 50 sind Schwerpunktthema des diesjährigen BKK Gesundheitsreports Der BKK Gesundheitsreport 2018 mit dem Schwerpunkt „Arbeit und Gesundheit – Generation 50+“, wird sich im Detail mit dem Gesundheits- bzw. Krankheitsgeschehen älterer Beschäftigter in der Arbeitswelt befassen. Neben zahlreichen Gastautorenbeiträgen und Interviews aus Wissenschaft, Politik und Praxis, sind auch Analysen des Arbeitsunfähigkeitsgeschehens, der ambulanten und stationären Versorgung sowie der Arzneimittelverordnungen zu erwarten.

Der BKK Gesundheitsreport 2018 wird Ende November dieses Jahres im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin veröffentlicht. Alle Informationen stehen Ihnen dann ab dem Erscheinungstermin auch digital auf der Homepage des BKK Dachverbandes zur Verfügung:

https://www.bkk-dachverband.de/publikationen/bkk-gesundheitsreport