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Zahlen zu Covid-19

24.06.2020
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Im aktuellen Berichtsmonat liegen insgesamt 1.248 AU-Fälle mit einer „U07.1“-Diagnose und 1.094 AU-Fälle mit einer „U07.2“-Diagnose vor. Die folgenden Kennzahlen werden für beide Diagnosen insgesamt berichtet (zusammen 2342 AU-Fälle). Insgesamt gehen auf die o.g. AU-Fälle 21.429 AU-Tage mit einer durchschnittlichen Falldauer von 9,1 Tagen je Fall zurück. In Relation zu den ca. 4 Mio. in die Auswertung eingeschlossenen Berufstätigen treten somit insgesamt 6,0 AU-Fälle bzw. 54,9 AU-Tage je 10.000 Beschäftigte im Zusammenhang mit einer der beiden o.g. Diagnosen auf. Bezogen auf alle AU-Fälle bzw. AU-Tage im Berichtsmonat beträgt der Anteil der mit COVID-19 in Verbindung stehenden AU-Fälle 0,7% bzw. bei den AU-Tagen 0,5%.

Geschlecht
Frauen weisen im Vergleich zu Männern tendenziell höhere AU-Kennzahlen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Diagnose auf (6,7 vs. 5,4 AU-Fälle je 10.000 Beschäftigte; 61,2 vs. 49,7 AU-Tage je 10.000 Beschäftigte). Die durchschnittliche Falldauer (Frauen: 9,2 vs. Männer: 9,1 Tage je Fall) unterscheidet sich hingegen nicht zwischen Männern und Frauen.

Altersgruppen
Die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen weist mit 7,5 AU-Fällen je 10.000 Beschäftigten die im Schnitt höchste Fallzahl auf. Bei den 25- bis 34-Jährigen zeigen sich wiederum deutlich niedrigere Kennwerte, die mit zunehmendem Alter wieder ansteigen. Bezogen auf die Falldauer lässt sich hingegen ein nahezu linearer altersbedingter Anstieg von 7,4 bis zu 10,5 Tagen je Fall feststellen.

Bundesländer (Wohnort)
Die AU-Kennzahlen mit COVID-19-Bezug liegen bei Beschäftigten mit Wohnort in Bremen und Hamburg über dem Bundesdurchschnitt, unterhalb dagegen in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die durchschnittliche Falldauer variiert im Bundesländervergleich zwischen 7,2 bis zu 11,1 Tagen je Fall. Die hier sichtbaren Unterschiede werden vermutlich maßgeblich durch das regionale Infektionsgeschehen beeinflusst. Aufgrund der insgesamt geringen Fallzahl können bereits einzelne regionale Hotspots zu sichtbaren Unterschieden zwischen den Bundesländern führen.

Berufsgruppen
Die Tendenz, dass überdurchschnittlich viele AU-Fälle bzw. AU-Tage je 10.000 Beschäftigte im Zusammenhang mit einer COVID-19-Diagnose bei den medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufen und in den erzieherischen und sozialen Berufen zu finden sind, hat sich im Berichtsmonat Mai verfestigt. Niedrige Werte finden sich hingegen in den Architekturberufen, den Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufen sowie in IT-Berufen.

Wirtschaftsgruppen
Auch bei der Auswertung nach Branchen verfestigt sich das Ergebnismuster der letzten beiden Monate, dass höhere AU-Kennwerte v.a. im Gesundheits- und Sozialwesen und in Heimen zu finden sind. Die Postdienste weisen im Mai 2020 ebenfalls höhere Kennwerte auf. Dagegen sind bei den meisten produzierenden und verarbeitenden Branchen sowie der IT-und Dienstleistungsbereich nur geringe AU-Kennwerte im Zusammenhang mit COVID-19 zu finden.

Hier geht es zur vollständigen Sonderauswertung mit Grafiken und zu unserer Pressemitteilung.