IM FOKUS: Morbi-RSA

Es muss beim Morbi-RSA um möglichst gute Versorgung gehen – daher: überflüssiges Kriterium „Erwerbsminderungsrentner“ streichen und somit Morbi RSA vereinfachen

07.11.2018

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Wie: redundantes, rein statistisches Hilfskriterium „Erwerbsminderungsrentner“ (EMG) streichen

Warum:

  • Das statistische Merkmal „Erwerbsminderungsrentner“ stammt noch aus dem RSA ab 2002. Dort hatte es als Hilfskonstrukt für einen indirekten Morbiditätsparameter seine Berechtigung
  • Im heutigen, weiterentwickelten Morbi-RSA mit direktem Morbiditätsbezug ist es überflüssig, denn die dort berücksichtigten, vielen Diagnosen decken auch Erkrankungen der erwerbsgeminderten Versicherten ab.
  • Das Festhalten am Hilfskonstrukt führt zu ungerechten Verzerrungen: Für Arbeitnehmer mit Erwerbsminderungsstatus erhalten die Kassen zusätzliches Geld aus dem RSA. Für Selbständige oder Familienangehörige fließt jedoch kein zusätzliches Geld an die Krankenkassen trotz gleicher Erkrankung, Alter und Geschlecht des Versicherten.

Daher: Streichen des statistischen Hilfskonstruktes „Erwerbsminderungsrentner“.

Ergebnis:

Mehr Geld fließt dorthin, wo es für eine kostendeckende Versorgung von erkrankten Versicherten benötigt wird.

Da die Kassen auf Basis der Erkrankungen Zuweisungen für die Versorgung erwerbsunfähiger Menschen erhalten, haben sie keinen Anreiz für eine negative Risikoselektion der Versicherten.