Agenturmeldungen

Immer mehr Krebserkrankungen in Deutschland

06.12.2017

Berlin (dpa) - Angesichts der alternden Bevölkerung häufen sich die

Krebsfälle in Deutschland. Zwischen 2004 und 2014 habe die Zahl der

Neuerkrankungen bei Männern um sechs Prozent, bei Frauen um

neun Prozent zugenommen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am

Mittwoch mit und verwies auf die wachsende Zahl älterer Menschen in

Deutschland. Die Zahlen kommen aus dem Bericht «Krebs in

Deutschland», der alle zwei Jahre erscheint. Erarbeitet wird er vom

Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des RKI, das die Daten der

Landeskrebsregister auf Bundesebene sammelt, und von der Gesellschaft

der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland.

 

Demnach gab es 2014 schätzungsweise 476 000 Krebsneuerkrankungen,

davon etwa 249 200 bei Männern und 227 000 bei Frauen. Am häufigsten

betroffen sind den Angaben zufolge Brustdrüse, Darm, Prostata und

Lunge. Nach Schätzungen des ZfKD lassen sich derzeit etwa 16 Prozent

aller Krebserkrankungen in Deutschland pro Jahr dem Rauchen

zuschreiben. Für 2018 wird mit einem weiteren Anstieg der Zahlen

gerechnet. Zum derzeitigen Stand schreiben die Autoren, jeder zweite

Mann und jede zweite Frau erkranke im Laufe des Lebens an Krebs.

 

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt

werden, weil noch nicht aus allen Bundesländern flächendeckende,

vollzählige Daten übermittelt werden. Die Datengrundlage ist in den

vergangenen Jahren allerdings deutlich breiter geworden.