Agenturmeldungen

700 Millionen Euro mehr für Kassenärzte bei längeren Sprechzeiten

26.10.2018

Berlin (dpa) - Für längere Sprechzeiten für gesetzlich Versicherte
und das Annehmen neuer Patienten will Bundesgesundheitsminister Jens
Spahn den Ärzten jährlich 600 bis 700 Millionen mehr an Honoraren
geben. «Das Geld kommt gezielt bei denen an, die zusätzliche
Patienten annehmen», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der VRM
(ehemals Verlagsgruppe Rhein Main/Donnerstag). Die große Koalition
will die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25
Stunden pro Woche ausweiten, damit sie schneller an Termine kommen.

Entwarnung auf mittlere Sicht gab Spahn bei den Beiträgen zur
Pflegeversicherung. Nach der geplanten Erhöhung um 0,5 Punkte zum
Jahreswechsel gehe er - bei anhaltend positiver wirtschaftlicher
Entwicklung - davon aus, dass es bis 2022 keine weitere Erhöhung
geben werde. «Wir haben eine Stabilität bis 2022. Aber wir dürfen -
wie in der Rente - nicht nur auf die kommenden vier Jahre schauen»,
sagte Spahn.