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Amtliche Studie: Tausende vorzeitige Todesfälle durch Stickoxide

21.02.2018

Berlin (dpa) - Rund 6000 Menschen in Deutschland sterben einer Studiedes Umweltbundesamts (UBA) zufolge pro Jahr vorzeitig anHerz-Kreislauf-Erkrankungen, die von Stickoxiden ausgelöst werden.Die Untersuchung der Behörde lag am Dienstag dem ARD-Magazin «ReportMainz» vor. Stickstoffdioxid (NO2), das in Städten hauptsächlich ausDieselabgasen stammt, kann demnach über einen längeren Zeitraum schonin geringen Konzentrationen schwere Folgen haben.

Der erlaubte Jahresmittel-Grenzwert der EU liegt bei 40 Mikrogramm
pro Kubikmeter Luft. Laut «Report Mainz» zeigt die Studie, dass
bereits eine längere Stickstoffdioxid-Konzentration ab 10 Mikrogramm
zu Erkrankungen und vorzeitigen Todesfällen führen kann. Solche
Konzentrationen kämen auch in ländlichen Gebieten vor. In
Innenstädten sind die Werte teils um ein Vielfaches höher.

Das Umweltbundesamt bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die
Existenz der Analyse. Sie soll Anfang März der Öffentlichkeit
offiziell vorgestellt werden. Demnach waren im Jahr 2014 rund 6000
vorzeitige Todesfälle allein auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zurückzuführen, die durch Stickstoffdioxid ausgelöst wurden.
Wissenschaftler gehen demnach davon aus, dass auch Schlaganfälle,
Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD sowie Diabetes durch
Stickstoffdioxid ausgelöst oder verschlimmert werden können.

Für die Studie wurden laut UBA zahlreiche andere wissenschaftliche
Untersuchungen ausgewertet. Das Amt hat nach eigenen Angaben dabei
nur solche Krankheiten berücksichtigt, bei denen statistische
Zusammenhänge mit NO2-Belastungen verlässlich nachgewiesen sind.