Agenturmeldungen

Aufruf von Patientenschutz-Organisation: Auf Trauernde zugehen

02.11.2015

Dortmund (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat dazu aufgerufen, zum Beginn des Gedenkmonats November auf Trauernde zuzugehen. «Was bei kollektiver Trauer zu gelingen scheint, misslingt oft im persönlichen Umfeld», sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir trauern mit, wenn es um den Terroranschlag auf die Zeitungsredaktion von «Charlie Hebdo», den mutwillig herbeigeführten Absturz eines Germanwings-Flugzeugs oder den Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer geht. Aber wenn wir die Toten und ihre Angehörigen kennen, dann fehlt uns oft der Mut, auf die Trauernden zuzugehen.» Es komme nicht auf geschliffene Worte, sondern auf ein offenes Ohr an. Persönliche Anteilnahme lebe vom Miteinander, sagte der Patientenschützer.

«Trauernde möchten häufig darüber sprechen, was sie gerade durchleben und wie sie sich fühlen.» Ein zuhörender und mitfühlender Gesprächspartner sei Gold wert. Man könne auch zum Telefonhörer greifen. Manchen Menschen falle es in einem Telefonat sogar leichter, sich zu öffnen.