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Ausgaben für Gesundheit wachsen um 4,5 Prozent

21.02.2017

Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen in Deutschland
immer stärker. 2015 flossen insgesamt 344,2 Milliarden Euro in den
Sektor. Das waren 4,5 Prozent (15 Milliarden Euro) mehr als im Jahr
davor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden
mitteilte. 2014 hatte die Steigerungsrate bei 4,2 Prozent gelegen,
2013 bei 4 Prozent. Die Gesundheitsausgaben hätten das vierte Jahr in
Folge auch stärker zugenommen als das Bruttoinlandsprodukt. Auf jeden
Einwohner entfielen 2015 statistisch gesehen 4213 Euro (2014: 4050
Euro).

Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen
Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Milliarden Euro. Das wäre
eine Zunahme von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rund 58,1 Prozent der Ausgaben (200 Milliarden Euro) zahlte die
gesetzliche Krankenversicherung. Gegenüber 2014 erhöhten sich ihre
Ausgaben um 4,3 Prozent (8,3 Milliarden Euro). Die privaten Haushalte
und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck - etwa Caritas und die
Diakonie - trugen mit 46,1 Milliarden Euro 13,4 Prozent der
Gesundheitsausgaben. Hier lag der Anstieg bei 3,1 Prozent (1,4
Milliarden Euro). Die privaten Krankenversicherungen steigerten ihre
Ausgaben um 5 Prozent (1,5 Milliarden Euro) auf 30,5 Milliarden Euro.
Auf sie entfielen 8,9 Prozent der Gesundheitsausgaben