Agenturmeldungen

Bericht: Ärzte verdienen mit Kontrastmitteln teils erheblich dazu

02.08.2019

Berlin (dpa) - Röntgenärzte können laut einem Medienbericht durch die
pauschale Abrechnung von Kontrastmitteln mit den Krankenkassen teils
erheblich dazuverdienen. In Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen
und Nordrhein-Westfalen gebe es solche festen Pauschalen, berichten
NDR, WDR und «Süddeutsche Zeitung» (Freitag). Dies führe zu Gewinnen,
da niedergelassene Ärzte Kontrastmittel für Computertomographen (CT)
und Magnetresonanztomographen (MRT) zu niedrigeren Preisen kauften.
So hätten Radiologen in Bayern Kontrastmittel für 760 Euro je Liter
einkaufen können und 3900 Euro pauschal erstattet bekommen.

Das Bundesgesundheitsministerium erklärte dazu, Vereinbarungen zu
Kontrastmittel-Pauschalen seien nicht verpflichtend. Solche Verträge
würden in der Regel zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen in den
Ländern und mehreren Kassen geschlossen. Es gelte das Gebot, wonach
Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssten.
Bei Verstößen könnten die Aufsichtsbehörden der Kassen einschreiten.