Agenturmeldungen

Betriebsrentner werden ab 1. Januar deutlich entlastet

12.12.2019

Berlin (dpa) - Millionen Betriebsrentner werden ab dem 1. Januar
deutlich entlastet. Eingeführt wird ein neuer Freibetrag für die
gesetzliche Krankenversicherung von 159,25 Euro, wie
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin
bekräftigte. Ein entsprechendes Gesetz sollte am Nachmittag im
Bundestag beschlossen werden. «Damit entlasten wir alle
Betriebsrentner», sagte Spahn.

Erst ab dem Freibetrag werden künftig Krankenkassen-Beiträge auf die
Betriebsrente fällig. Zu zahlen ist der Beitragssatz der jeweiligen
Krankenkasse inklusive Zusatzbeitrag. Der Freibetrag ersetzt die
bisherige Freigrenze in Höhe von 155,75 Euro. Bisher müssen
Betroffene auf die komplette Betriebsrente den Beitrag bezahlen, wenn
die Rente über der Freigrenze liegt.

Spahn erläuterte, ein Drittel der Betriebsrentner werde gar keinen
Beitrag für die Krankenkasse mehr zahlen, weil ihre Bezüge unter dem
Freibetrag lägen. Ein weiteres Drittel werde höchstens noch den
halben Beitragssatz zahlen müssen. Und ein drittes Drittel werde um
300 Euro im Jahr an Beiträgen entlastet.

Heute müssen die Empfänger der Altersbezüge unter anderem den vollen
Satz für die Krankenkasse zahlen, derzeit 14,6 Prozent - und nicht
nur den Arbeitnehmeranteil von 7,3 Prozent. Dazu kommen der
Zusatzbeitrag von derzeit im Schnitt 0,9 Prozent und die Beiträge für
die Pflegeversicherung (3,05 Prozent plus 0,25 Prozentpunkte für
Kinderlose). Für die Beiträge zur Pflegeversicherung ändert sich
nichts, hier gilt weiterhin die Freigrenze.