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Bundesrat beschließt neue Regeln für Zugang zum Medizinstudium

11.10.2019

 

Berlin (dpa) - Der Zugang zum Medizinstudium wird neu geregelt. Nach
dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einer Änderung des
sogenannten Hochschulrahmengesetzes zugestimmt. Medizinstudienplätze
sollen demnach künftig gerechter vergeben werden. Geregelt wird das
über einen Staatsvertrag der Länder. Das Bundesverfassungsgericht
hatte die Politik zu einer Neuregelung verpflichtet.

Die Richter hatten im bestehenden Auswahlsystem für das
Medizinstudium eine fehlende Chancengerechtigkeit bemängelt sowie zu
lange Wartezeiten und eine zu hohe Gewichtung der Abiturnote
beanstandet. Bei der Auswahl der Studienbewerber für Medizin müssten
auch weitere Kriterien der Eignung für den Arztberuf oder
entsprechende Vorbildungen berücksichtigt werden.

Medizinstudienplätze sind weiterhin sehr begehrt. Rund 94 000 Frauen
und Männer studieren das Fach derzeit. 15 000 mehr als vor zehn
Jahren. Zuletzt kamen nach Angaben der CDU-Bildungspolitikerin
Dietlind Tiemann sechs Bewerber auf einen Studienplatz.