Agenturmeldungen

Defibrillatoren: Kaum genutzte Lebensretter

26.04.2019

Magdeburg/Bochum (dpa) - Trotz steigender Zahl der Geräte kommen
öffentlich zugängliche Defibrillatoren relativ selten zum Einsatz.
Das liege vor allem daran, dass Passanten nicht wüssten, wo die
Geräte hängen und wie man sie benutzt, sagt der Kardiologe
Hans-Joachim Trappe von der Uniklinik der Ruhr-Universität Bochum,
der die Nutzung der Geräte erforscht hat.  

Jedes Jahr werden nach Angaben des Vereins Definetz Tausende neue
Schockgeräte in Deutschland angebracht. Die von Laien einsetzbaren
Geräte erhöhen die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung bei
rechtzeitiger Anwendung von 8 auf etwa 55 Prozent, wie Trappe sagt.

In Deutschland engagieren sich zahlreiche Akteure für die Verbreitung
von Informationen zu den Defibrillatoren. Mit der Schulung von
Ausbildern versucht etwa der Landesverband des Deutschen Roten
Kreuzes (DRK) in Magdeburg Laien die Angst vor dem Einsatz der
Schockgeräte zu nehmen. «Der Defi ist das effektivste Mittel, was man
draußen nehmen kann. Deshalb sind öffentliche Defis so wichtig»,
sagte Christian Hensel, Kursleiter beim DRK.