Agenturmeldungen

Deutsche stecken sich auch auf den Malediven mit Zika an

30.09.2016

Berlin (dpa) - Auch von den Malediven bringen Reiserückkehrer das Zika-Virus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO nach Deutschland mit. Aktuell würden Ansteckungen in asiatischen Ländern aber nur vereinzelt gemeldet, berichtete das Robert Koch-Institut am Freitag in Berlin auf Anfrage. Es gebe weniger als zehn Fälle. Beim Großteil der aktuell gemeldeten Zika-Fälle hätten sich Reisende in den Ländern Mittelamerikas und der Karibik infiziert. Die touristische Hochsaison auf den Malediven beginnt erst im deutschen Winter. Noch im Februar hatte die Gesundheitsbehörde des Inselstaats im Indischen Ozean das Vorkommen von Zika-Fällen bestritten.

Das Auswärtige Amt empfiehlt generell Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Zika-Gebiete abzusehen. Dazu zählt es neben Süd- und Mittelamerika unter anderem auch die Malediven und Südostasien.

Das Zika-Virus wird von Mücken übertragen. Es kann bei ungeborenen Kindern Schädelfehlbildungen verursachen. Insgesamt sind in Deutschland nach neuesten Daten 174 Zika-Infektionen registriert worden, betroffen sind fast ausnahmslos um Reiserückkehrer.