Agenturmeldungen

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus

01.04.2015

Margetshöchheim (dpa) - Weltweit leben nach Schätzungen mehr als 250 Millionen Diabetiker. In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft rund sechs Millionen Menschen betroffen. Die auch Zuckerkrankheit genannte Stoffwechselstörung Diabetes mellitus (griechisch für «(Honig-)süßer Durchfluss») kann zu schweren Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Erkrankungen der Netzhaut führen.

Den Typ-1-Diabetes haben in Deutschland nach Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe allein etwa 30 000 Kinder und Jugendliche bis zu 19 Jahren. Dabei versagt innerhalb kurzer Zeit die Funktion der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Der Körper der Betroffenen kann selbst kein Insulin mehr produzieren. Sie müssen mehrmals täglich den Blutzucker messen. Ohne tägliche Insulinspritzen ist dieser Typ der Krankheit tödlich.

Mit dem Hormon Insulin regelt der Körper die Aufnahme von Zucker in seine Zellen. Es nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel ein. Fällt die Produktion von Insulin infolge einer Krankheit aus oder ist reduziert, muss sich der Patient das Hormon zur passenden Zeit selbst spritzen.

Die meisten Betroffenen haben jedoch die auch Altersdiabetes genannte Zuckerkrankheit Typ 2. In vielen Fällen ist die oft jahrelang unentdeckte Erkrankung eine Folge von falscher Ernährung und zu wenig Bewegung. Der Körper produziert dabei weniger Insulin.

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes beginnt mit einer Änderung des Lebensstils. Reicht das nicht aus, folgen Medikamente zur Förderung der Insulinausschüttung. Erst, wenn diese nicht mehr helfen, erhalten die Patienten Insulin. Typ-2-Betroffene sterben im Schnitt fünf bis zehn Jahre früher, vor allem wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.