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Ernährung und Demenz: Klöckner will Zusammenhänge untersuchen lassen

06.11.2019

Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Demenz. Ministerin
Julia Klöckner will untersuchen lassen, wie die Erkrankungen mit
Ernährung zusammenhängen. Beim Austausch mit Experten zeigt sich:
Noch vieles ist unklar.

Berlin (dpa) - Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will
die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Demenzerkrankungen stärker
erforschen lassen. «Wo sind die Forschungslücken? Wo müssen wir
rein?», fragte Klöckner Wissenschaftler und Vertreter von
Fachgesellschaften bei einem runden Tisch am Dienstag in Berlin. «Wie
können wir diese Lücken schließen - auch mit Förderungen meines
Ministeriums?» Demenz sei ein Thema, «dass die Leute sehr umtreibt»,
unter anderem weil «man nicht richtig im Griff hat, wie man damit
umgeht», sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende.

Zu viel sei über die Erkrankungen noch nicht bekannt, so Klöckner. Es
stelle sich die Frage, ob man mit bestimmten Ernährungsvorgaben einer
Demenz vorbeugen könne. Wenn es eine solche Empfehlung gebe, könne
das eine «wahnsinnige Wirkung entfalten», sagte sie.

Unter Demenz werden verschiedene Erkrankungsformen zusammengefasst,
bei denen die geistige Leistungsfähigkeit sehr stark zurückgeht. In
Deutschland waren nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Ende 2016 rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die weitaus
meisten Betroffenen haben Alzheimer. Infolge des demografischen
Wandels nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Erkrankte
verlieren innerhalb von Jahren geistige Fähigkeiten und verändern
sich in ihrer Persönlichkeit. Es gibt weder eine vorbeugende Impfung
noch ein Heilmittel gegen Alzheimer.