Agenturmeldungen

Experten sprechen sich gegen Suizid-Beihilfe aus

13.03.2015

Günzburg (dpa) - Beihilfe zum Suizid ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) gesellschaftlich gefährlich.

«Dadurch werden Beratungsmöglichkeiten in den Hintergrund gerückt», kritisierte die Vorsitzende Barbara Schneider am Freitag bei der DGS-Frühjahrstagung in Günzburg. Geschäftsmäßige und organisierte Beihilfe zum Suizid müsse ausgeschlossen, die präventive Versorgung etwa durch Ärzte gestärkt werden. «Ein geschützter Raum zwischen Arzt und Patienten muss vorhanden sein, um frei über suizidale Gedanken zu diskutieren.»

Der Bundestag will noch in diesem Jahr die Sterbehilfe in Deutschland neu regeln. Bei einer Grundsatzdebatte im November gab es im Parlament unterschiedliche Positionen zur Frage, ob einem sterbenskranken Menschen Beihilfe zum Suizid geleistet werden darf.