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FDP und AfD wollen «Überkreuz-Organspende» erlauben

12.02.2019

Berlin (dpa) - FDP und AfD wollen sogenannte Überkreuz-Organspendenzwischen zwei Paaren ermöglichen. Dafür haben die Bundestagsfraktionen beider Parteien getrennt voneinander Vorschläge ausgearbeitet, die an diesem Donnerstag im Plenum vorgestellt werden sollen.

Von einer solchen Möglichkeit würden Menschen profitieren, die zwar einen Angehörigen oder Partner haben, der ihnen eine Niere spenden würde, bei denen eine Transplantation jedoch aufgrund von Unverträglichkeiten scheitern würde. Die Idee ist nun, dass zwei geeignete Spender-Empfänger-Paare die gespendeten Organe untereinander tauschen dürfen sollen - ohne dass dafür Geld fließt.

Die AfD betont in ihrem Antrag, auch diese Eingriffe müssten von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Die FDP will, dass ehemalige Lebendspender bei der Suche nach einem Spenderorgan bevorzugt werden, «wenn sie selbst aufgrund einer Krankheit eine Transplantation benötigen».

Um Organhandel zu verhindern, erlaubt der Gesetzgeber sogenannte Lebendspenden nur zwischen Menschen, die eine persönliche Bindung haben. Die Nieren-Spende muss laut Transplantationsgesetz unentgeltlich und freiwillig sein. Ein prominenter Spender ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der damalige SPD-Bundestagsfraktionschef hatte seiner Ehefrau Elke Büdenbender 2010 eine Niere gespendet.