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Gassen: Bin auch nächste Woche noch Kassenärzte-Chef

06.05.2015

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat den Vorwurf zurückgewiesen, beim Aufbau einer Abrechnungskonkurrenz zu den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mitgewirkt zu haben. «Der Vorwurf trifft so nicht zu», sagte Gassen in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit der «Ärzte Zeitung online». «Ich habe mir nichts vorzuwerfen, werde das darlegen und gehe davon aus, dass, wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, zu dem gleichen Ergebnis kommen wird.»

Gassen wird in den Reihen der KVen vorgeworfen, sein Amt als KBV-Chef auch dazu benutzt zu haben, den Aufbau einer Art paralleler Abrechnungsstelle beim Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa) mit angestoßen zu haben. Aus Sicht der KVen, der regionalen Gliederungen der niedergelassenen Ärzte, ist dies eine unmittelbare Abrechnungskonkurrenz.

Mehrere KV-Vorstände fordern vollständige Aufklärung des Sachverhalts. Zudem sehen sie einen irreparablen Vertrauensverlust und verlangen «personelle Konsequenzen an der KBV-Spitze». Gassen sagte nun der «Ärzte Zeitung online» auf die Frage, ob er nächste Woche noch Vorsitzender der KBV sei: «Sicherlich bin ich nächste Woche noch Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Davon würde ich ausgehen.» Am Montag kommt die Vertreterversammlung der KBV zusammen.