Agenturmeldungen

Gesetzentwurf von Spahn: Hebammen sollen künftig studieren

21.03.2019

Berlin (dpa) - Angehende Hebammen sollen künftig statt einer
Ausbildung ein Studium benötigen. Das geht aus einem Gesetzentwurf
von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hervor, über den das
Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag) berichtet. Er solle
nun innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden. «Die
Anforderungen an die Geburtshilfe steigen ständig. Dafür ist ein
duales Studium mit einem großen praktischen Anteil die beste
Vorbereitung», sagte Spahn dem RND. Dadurch erhöhe sich auch die
Attraktivität des Berufes insgesamt.

Schon im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die
Ausbildung von Hebammen nach EU-Vorgaben als akademischen Beruf
umzusetzen. Hintergrund ist eine EU-Verordnung, nach der bis 2020 der
Beruf über einen Bachelor-Abschluss erlernt werden soll. In einigen
Städten gibt es bereits solche Studiengänge. Meist erfolgt die
Ausbildung aber an Hebammenschulen.