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Gesundheits-Apps im Fokus bei weltgrößter Fitness-Messe Fibo

01.04.2015

Wie schnell war ich? Wie hoch war mein Puls? Für viele ist Bewegung doppelt so schön, wenn Apps die sportlichen Erfolge festhalten. Wie sich Daten von Trainingseinheiten besser vernetzen lassen, damit beschäftigt sich die Fitness-Messe Fibo.

Köln (dpa/lnw) - Die sportliche Leistung mit einer Trainings-App messen - das ist ein zentrales Thema auf der Fitness-Messe Fibo in Köln. Bei Sportlern sei es immer gefragter, die Daten unterschiedlicher Trainingseinheiten - vom Fitnessstudio über die Laufeinheit bis zur Radfahrt - mit Gesundheitsprogrammen auf digitalen Geräten zu vernetzen, sagte Fibo-Chef Ralph Scholz am Mittwoch in Köln. Die nach Veranstalterangaben weltgrößte Fitness-Messe startet am 9. April. Bis zum 12. April werden diesmal mehr als 116 000 Besucher erwartet, 725 Aussteller sind vertreten. An den ersten beiden Tagen ist die Messe nur für Fachbesucher geöffnet.

Die Fitnessbranche ist in Deutschland ein großer Wachstumsmarkt: Nach einer europaweiten Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hat Deutschland den mitgliederstärksten Fitnessmarkt. Rund 9,1 Millionen Personen sind bundesweit in einem Fitnessstudio angemeldet. Die Branche verbuchte zuletzt eine Wachstumsrate von etwa sechs Prozent. Der Trend übertrug sich auch auf die Fibo: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Besucherzahlen nach Angaben der Veranstalter verdoppelt.

Gefragt seien auch Strategien, um Verletzungen vorzubeugen, sagte Scholz weiter. Im Mittelpunkt stünden in diesem Jahr moderne Gesundheitstherapien, funktionelle Trainingsmethoden oder elektrische Muskelstimulation. Die Aussteller werben auf der Messe zu diesem Thema mit neuen Trainingsgeräten für Physiotherapie, Reha-Sport oder Bewegungstherapien.

Die Sportbegeisterung treibt die Menschen jedoch nicht nur ins Fitnessstudio, sondern auch ins eigene Wohnzimmer: So ist gleichzeitig das Interesse an digitalen Kursen von Online-Fitness-Portalen gestiegen. «Der Mensch möchte Spaß haben, der Mensch möchte sich bewegen», sagte Scholz. «Sport zu Hause macht Lust auf das Fitnessstudio. Wir sehen das als ergänzend und nicht als Bedrohung an.»