Agenturmeldungen

Gesundheitsausgaben steigen auf rund 387 Milliarden Euro

21.03.2019

Wiesbaden (dpa) - Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind weiter
angestiegen. Vorläufigen Zahlen zufolge betrugen sie im vergangenen
Jahr 387,2 Milliarden Euro und damit 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr,
wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.
2017 hatte die Zahl erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro
Tag überschritten.

Insgesamt wurden in dem Jahr 375,6 Milliarden Euro ausgegeben, was
einen Anstieg um 4,7 Prozent bedeutet, wie das Bundesamt aufgrund von
nun vorliegenden, detaillierten Ergebnissen berichtete. Pro Einwohner
entspricht dies den Angaben zufolge Ausgaben von 4544 Euro.

Mit 26,4 Prozent stieg der Betrag für die soziale Pflegeversicherung
im Jahr 2017 am meisten an, Hintergrund ist das dritte
Pflegestärkungsgesetz, das zu Beginn des Jahres in Kraft trat, wie
das Bundesamt berichtete. Durch diese Pflegereform erhielten unter
anderem mehr Demenzkranke als bisher Leistungen aus der
Pflegeversicherung. Die höchste Summe entfiel auf die gesetzliche
Krankenversicherung mit 214,2 Milliarden Euro.

Die öffentliche Haushalte gaben mit 15,8 Milliarden Euro mehr als
sieben Prozent weniger aus. Hauptgründe seien die rückläufigen
Ausgaben für Asylbewerberleistungen und für Hilfe zur Pflege im
Rahmen der Sozialhilfe, erklärte das Bundesamt. Die laufenden
Gesundheitsausgaben werden in Deutschland primär von Arbeitnehmern,
Arbeitgebern und durch staatliche Transfers finanziert.