Agenturmeldungen

Gröhe: Keine Zwangsvereinigung der Krankenversicherung

26.01.2018

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich

unmittelbar vor Beginn der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD

vehement gegen eine Verschmelzung von gesetzlicher und privater

Krankenversicherung ausgesprochen. «Milliardenschwere Mehrlasten für

gesetzlich Versicherte durch einer Zwangsvereinigung von gesetzlicher

und privater Krankenversicherung oder einheitliche Arzthonorare lehne

ich ab», sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur.

 

Gröhe fügte hinzu: «Das heißt aber nicht, dass alles so bleiben kann,

wie es ist. Wir wollen weitere Verbesserungen für gesetzlich

Versicherte, ob es um die Versorgung im ländlichen Raum oder einen

schnelleren Zugang zum medizinischen Fortschritt geht. Außerdem

wollen wir die Servicestellen zur besseren Vermittlung von

Arztterminen stärken. Dazu haben wir der SPD bereits in den

Sondierungsgesprächen Vorschläge vorgelegt, über die wir jetzt reden

sollten», sagte Gröhe weiter.