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Gröhe warnt vor unbekümmertem Umgang mit Gesundheits-Apps

10.06.2015

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat vor einem zu sorglosen Umgang mit Gesundheits-Apps gewarnt. Gröhe sagte am Mittwoch beim diesjährigen Hauptstadtkongress Gesundheit, solche Instrumente könnten durchaus ein Fortschritt für den aufgeklärten Patienten sein. Jeder müsse aber auch wissen, dass damit persönliche Daten ins Internet gelangen könnten, die nicht ausdrücklich geschützt seien.

Auch Angebote privater Versicherungsunternehmen unterlägen keinen strengen Datenschutzauflagen, wenn sie etwa elektronisch übermittelte Kundendaten für die Tarifgestaltung nutzten und dafür mit einem Bonus winkten, warnte Gröhe. Geld sparen zu wollen, dürfe nicht dazu führen, bedenkenlos Persönlichkeitsrechte aufzugeben.

Bei der elektronischen Gesundheitskarte müsse die Politik für umfassenden Datenschutz sorgen, denn es gebe kaum sensiblere Daten als Gesundheitsdaten. Die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen erfülle daher die höchsten Sicherheitsstandards.

Der Minister kritisierte, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sei kein Ruhmesblatt gewesen. Immer wieder seien Blockierer aufgetreten, um diesen Fortschritt ins digitale Zeitalter im Gesundheitswesen aufzuhalten. Er erwarte von der Selbstverwaltung, dass sie jetzt, mit dem e-Health-Gesetz Tempo aufnehme. Das erwarte er auch von der Industrie.