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Grüne: «Mondpreise» für neue Medikamente verhindern

12.04.2016

Berlin (dpa) - Die Grünen haben von der Bundesregierung eine Weiterentwicklung der seit 2011 geltenden Arzneimittelmarktreform ( AMNOG) angemahnt. Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche erklärte anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des Pharmadialogs an diesem Dienstag, zuerst müssten die vorsätzlich überhöhten «Mondpreise» für innovative Arzneimittel im ersten Jahr nach Zulassung angegangen werden.

Darüber hinaus müsse die Nutzenbewertung für neue Arzneimittel nach AMNOG bei allen Medikamenten auch bei Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen (Orphan Drugs) durchgeführt werden. Zudem müssten Präparate für Kinder speziell gefördert werden. Das sei «unsere Messlatte für einen erfolgreichen Pharmadialog», sagte Schulz-Asche.

«Der Pharma-Dialog als Grundlage der Problemlösung ist keineswegs falsch. Dieser hätte aber offen und transparent ... erfolgen müssen und nicht wie geschehen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.» Nach anderthalb Jahren stellt die Bundesregierung an diesem Dienstag ( 12.00 Uhr) die Ergebnisse des Dialogs über die Zukunft der Pharma-Industrie vor. An ihm hatten Vertreter des Gesundheits-,Forschungs- und Wirtschaftsministeriums sowie Pharmaverbände, Wissenschaft und Gewerkschaft teilgenommen.