Agenturmeldungen

Hausärzteverband: «Höherer Beratungsaufwand» in den Praxen

02.03.2020

Köln (dpa) - Die deutschen Hausärzte haben wegen der Verbreitung des
Coronavirus derzeit einen deutlich höheren Beratungsaufwand. «Da ist
schon sehr, sehr viel zu tun», sagte am Montag der Sprecher des
Deutschen Hausärzteverbands, Christian Schmuck. Ein regionaler
Schwerpunkt sei Nordrhein-Westfalen, wo es bisher die meisten
Infektionen gebe. Alles in allem sei aber alles zu schaffen. «Die
Verunsicherung ist ein bisschen das größte Thema», sagte Schmuck.

An Patienten mit Grippesymptomen appellierte er: «Erstmal anrufen und
nicht direkt in die Praxis rennen, denn wenn man nun wirklich daran
erkrankt sein sollte, dann muss man das ja nicht unbedingt in ein
voll besetztes Wartezimmer mit ohnehin schon geschwächten
Immunsystemen reintragen.»

Die Hausärzte versuchten, «die Patientenströme ein Stück weit zu
trennen», so dass mögliche Corona-Patienten die anderen nicht
gefährdeten. Das könne zum Beispiel geschehen, indem der Hausarzt dem
betreffenden Patienten einen Hausbesuch abstatte. Dabei trage er dann
Schutzkleidung. Ein Ausfall des medizinischen Personals müsse
unbedingt verhindert werden, sagte Schmuck.