Agenturmeldungen

Kassenärzte wollen ihren Bereitschaftsdienst verbessern

30.08.2017

Berlin (dpa) - Die Kassen-Ärzte wollen ihre Bereitschaftsdienste zur
Versorgung von Notfallpatienten verbessern. Dabei soll die Nutzung
der Bereitschaften von Praxisärzten mit denen der Notfallambulanzen
in Krankenhäusern so aufeinander abgestimmt werden, «dass wir keine
unnötigen Doppel- oder Dreifachstrukturen unterhalten», erläuterte
der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
(KBV), Andreas Gassen, am Mittwoch in Berlin. Dieses strukturelle
Problem überfordere auf Dauer das System.

Nach Gassens Worten strömt fast die Hälfte der Befragten außerhalb
der Sprechstunden in den Praxen automatisch in die
Krankenhausambulanzen. Knapp 70 Prozent kennen demnach die
bundesweite Rufnummer 116117 des ärztlichen Notdienstes nicht.

Die KBV wolle daher den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und die
Bereitschaftsnummer 116117 bei Patienten bekannter machen. Den
Patienten sollte erklärt werden, «welche die richtigen Wege zur
Versorgung in ihrer spezifischen Situation sind», erläuterte Gassen.
In Kooperation mit den Kliniken müssten dafür Lösungen gefunden
werden, wie der vertragsärztliche Bereitschaftsdienst und das
Notfallsystem besser zusammenarbeiten können.