Agenturmeldungen

Laumann: Große Unterschiede bei Leistungszusagen der Krankenkassen

26.06.2017

Berlin (dpa) - Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung,
Karl-Josef Laumann (CDU), hat zum Teil große Unterschiede bei der
Genehmigung von Krankenkassenleistungen kritisiert. Laumann sagte am
Freitag in Berlin, die Krankenkassen bewilligten zwar insgesamt einen
Großteil der genehmigungspflichtigen Leistungen. Allerdings gebe es
in manchen Bereichen große Unterschiede.

So liege die Ablehnungsquote nach einer neueren Studie bei
Rehabilitationen und Vorsorge durchschnittlich bei 18,4 Prozent.
Zwischen den einzelnen Kassenarten variiere diese Quote jedoch
zwischen 8,4 und 19,4 Prozent. Bei den Landwirtschaftlichen
Krankenkassen sei sie am niedrigsten und bei den Allgemeinen
Ortskrankenkassen (AOKen) und Ersatzkassen besonders hoch.

Gegen jede vierte Leistungsablehnung bei Reha und Vorsorge werde
Widerspruch eingelegt. Mehr als 50 Prozent der Widersprüche hätten
Erfolg. Das bedeute, dass die Leistung zunächst zu Unrecht abgelehnt
worden sei, argumentierte Laumann.