Agenturmeldungen

Laumann: Patienten müssen leichter Schmerzensgeld erstreiten können

20.06.2018

Düsseldorf (dpa) - Bei Behandlungsfehlern sollten Patienten mehr
Rechte bei Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen bekommen. Das
forderte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef
Laumann (CDU) vor der am Mittwoch beginnenden
Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf. Die Regeln zur Beweislast
müssten erleichtert werden, sagte Laumann der Deutschen
Presse-Agentur. Darüber will er bei mit seinen Ressortkollegen
sprechen.

Ansprüche bei möglichen Behandlungsfehlern durchzusetzen, sei für
Patienten nach wie vor ein Problem. Denn es müsse zweifelsfrei
nachgewiesen werden, dass der Fehler Ursache für einen erlittenen
Schaden sei. «Ein solcher Nachweis ist in der Medizin allerdings kaum
zu führen», sagte Laumann. Fast immer kämen mehrere mögliche Ursachen
in Betracht, zum Beispiel wenn Patienten mehrere Arzneimittel
einnähmen oder Vorerkrankungen hätten.

Zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wollen die
Länderminister bis Donnerstag über eine bessere
Patientenorientierung, Organspenden und die Pflegeberufsreform
sprechen. Nordrhein-Westfalen hat derzeit den Vorsitz der Konferenz.