Agenturmeldungen

Leichter Rückgang bei Schwangerschaftsabbrüchen - 101 000 Eingriffe

27.02.2019

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist nach
einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder leicht gesunken, liegt aber
weiter bei mehr als 100 000. Rund 101 000 Eingriffe wurden im
vergangenen Jahr gemeldet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch
in Wiesbaden mitteilte. Dies sei ein Rückgang um 0,2 Prozent. In
Deutschland hatten sich jahrelang immer weniger Frauen für einen
Schwangerschaftsabbruch entschieden, 2017 war die Zahl dann erstmals
wieder angestiegen.

Im vergangenen Jahr war mit 72 Prozent der Großteil der Frauen
zwischen 18 und 34 Jahre alt. Acht Prozent waren den Angaben zufolge
älter als 39 Jahre, drei Prozent noch nicht erwachsen. In den meisten
Fällen (96 Prozent) ließen sich die Frauen innerhalb der ersten drei
Monate von einer staatlich anerkannten Organisation beraten, um die
Berechtigung für den Eingriff zu erhalten. In vier Prozent lagen
medizinische Gründe vor, oder es handelte sich um eine
Schwangerschaft nach einem Sexualdelikt.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, rund 80 Prozent in
gynäkologischen Praxen. Acht Prozent der Frauen fuhren dafür in ein
anderes Bundesland, wie das Bundesamt mitteilte.