Agenturmeldungen

Mehr Patienten beklagen Behandlungsfehler

12.05.2016

Berlin (dpa) - Immer mehr Patienten wenden sich wegen eines Verdachts auf Behandlungsfehler an ihre Krankenkasse. So begutachteten die Medizinischen Dienste der Kassen (MDK) im vergangenen Jahr 14 828 Behandlungsfehler-Vorwürfe. In fast jedem vierten Fall, nämlich 4064 Mal, bestätigten die Gutachter den Verdacht der Patienten, wie aus der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten MDK-Jahresstatistik hervorgeht. Im Vorjahr waren es 165 Verdachtsfälle und 268 Bestätigungen weniger. 

7693 der jüngsten Vorwürfe bezogen sich auf eine Behandlung im Operationssaal - bestätigt wurden diese Vorwürfe in knapp jedem vierten Fall. Fast jeder dritte Vorwurf betraf die Orthopädie und die Unfallchirurgie. Jeweils rund jeder zehnte Vorwurf bezog sich auf die Innere beziehungsweise Allgemeinmedizin, die Allgemeinchirurgie sowie die Zahnmedizin. Gut jeder zweite Fehler wurde den Angaben zufolge verursacht, indem eine notwendige medizinische Maßnahme entweder gar nicht oder zu spät durchgeführt wurde.