Agenturmeldungen

Merck kooperiert mit GlaxoSmithKline für Krebsimmuntherapien

05.02.2019

Darmstadt (dpa) - Der Darmstädter Merck-Konzern treibt die
Erforschung neuer Krebsmedikamente mit einem neuen Partner voran.
Das Dax-Unternehmen werde mit dem britischen Hersteller
GlaxoSmithKline (GSK) in der Immunonkologie bei der Entwicklung
seines Medikamentenkandidaten M7824 zusammenarbeiten, teilte die
Merck KGaA am Dienstag mit. Diese neuartige Krebsimmuntherapie
befindet sich derzeit in der klinischen Entwicklung und zielt auf die
Behandlung verschiedener, schwer behandelbarer Krebsarten ab.

Merck hatte bereits erklärt, das Projekt nicht allein stemmen zu
wollen. Nun winken im Zuge der Vereinbarung Milliardeneinkünfte:
Zunächst erhalten die Hessen eine Vorauszahlung in Höhe von 300
Millionen Euro, weitere bis zu 500 Millionen Euro fließen bei der
Erreichung bestimmter Meilensteine in der Entwicklung.

Merck habe darüber hinaus Anspruch auf weitere Zahlungen von bis zu
2,9 Milliarden Euro, wenn bestimmte Meilensteine bei der Zulassung
und Vermarktung der Arznei erreicht werden. Insgesamt betrage der
potenzielle Wert der Vereinbarung damit bis zu 3,7 Milliarden Euro.

Der Arzneikandidat M7824 «verfügt über das Potenzial, Krebspatienten
neue Optionen zu eröffnen», erklärte Belén Garijo, Chefin der
Pharma-Sparte von Merck. Gemeinsam mit GSK wolle man bei diesen
Immuntherapien eine führende Rolle einnehmen, sagt sie. Insgesamt
laufen laut der Angaben bei  M7824 acht klinische
Entwicklungsprogramme von hoher Priorität oder werden voraussichtlich
2019 gestartet, darunter Studien zu Tumoren des Gallentrakts.