Agenturmeldungen

Nach Bluttest-Debatte bereiten Abgeordnete Vorschläge vor

20.05.2019

Berlin (dpa) - Nach der Grundsatzdebatte im Bundestag zu Bluttests
vor der Geburt wollen Abgeordnete konkrete Vorschläge vorbereiten.
Sie könnten etwa auf Verbesserungen zielen, über die weitgehende
Einigkeit bestand. In der Debatte habe es jenseits der Frage einer
Kassenzulassung der Tests viele Gemeinsamkeiten gegeben, sagte die
Grünen-Abgeordnete Corinna Rüffer der Deutschen Presse-Agentur. So
seien sich die meisten Redner einig gewesen, die Beratung von
Schwangeren zu verbessern und Familien mit behinderten Kindern
stärker zu unterstützen. «Ich hoffe deshalb, dass wir hinsichtlich
der Rahmenbedingungen möglichst viel im Konsens beschließen können.»

Rüffer gehört zu einer fraktionsübergreifenden Abgeordneten-Gruppe,
die die offene «Orientierungsdebatte» im April initiiert hatte.
Damals ging es um grundlegende ethische Fragen. Im Bundestag war
dabei eine breite Zustimmung dafür deutlich geworden, dass die
Krankenkassen auch Bluttests auf ein Down-Syndrom des Kindes bezahlen
sollen - allerdings begrenzt auf Risiko-Schwangerschaften. Mehrere
Abgeordnete warnten dagegen vor wachsendem Druck auf Eltern, der zu
mehr Abtreibungen führen würde. Konkrete Initiativen wie Anträge
waren noch nicht vorgelegt worden, darüber wird nun aber beraten.