Agenturmeldungen

PID-Verfahren selten genutzt

15.12.2015

Berlin (dpa) - Die Präimplantationsdiagnostik (PID) wird weit seltener genutzt als erwartet. Der zuständigen Zentralstelle wurden im vergangenen Jahr 13 Anträge auf diese Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas gemeldet, wie laut Bundestag aus Angaben der Bundesregierung hervorgeht. Bei vier Paare kam es nach den zustimmend bewerteten Anträgen zu insgesamt fünf PID. Aufgrund der im Ausland gemachten Erfahrungen war von jährlich 200 bis 300 Anträgen auf eine solche Untersuchung ausgegangen worden.

Paare können nach einer künstlichen Befruchtung zu der Methode greifen, wenn ihre Gen-Anlagen eine Tot- oder Fehlgeburt oder schwere Krankheit des Kindes wahrscheinlich machen. Nach jahrelanger Debatte und einem Bundestagsbeschluss trat am 1. Februar 2014 eine Verordnung in Kraft, die die Verfahren für die PID regelt.