Agenturmeldungen

Private Pflege-Anbieter für bessere Bezahlung über Mindestlöhne

30.07.2019

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen die Personalnot in der Pflege wollen
private Altenpflege-Anbieter auch auf eine bessere Bezahlung ihrer
Angestellten setzen - aber ohne flächendeckende Tarifvorgaben. Eine
bestehende Kommission solle einen Mindestlohn für Fachkräfte
aushandeln, der bei 2500 Euro im Monat liegen könne, teilte der
Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) am Dienstag in Berlin mit. Der von
der Bundesregierung favorisierte Weg, einen von der Gewerkschaft
Verdi und einigen Arbeitgebern auszuhandelnden Tarifvertrag für
allgemeinverbindlich zu erklären, werde scheitern.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte einen Monatslohn für
Pflegefachkräfte von mindestens 2500 Euro als Ziel genannt, um damit
vor allem Beschäftigte in Ostdeutschland besserzustellen. Der
Arbeitgeberverband, der nach eigenen Angaben die umsatzstärksten
privaten Altenpflege-Unternehmen mit zwei Milliarden Euro Umsatz
vertritt, fordert zudem Klarheit über die Finanzierung höherer Löhne.

Wichtig sei zudem, bestimmte Vorgaben für die Personalausstattung
flexibler zu gestalten. Dazu gehöre die Quote, dass im Verhältnis zu
Hilfskräften 50 Prozent des Personals Fachkräfte sein müssen.