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Rhön-Klinikum bleibt nach Klinikverkäufen auf Gewinnkurs

06.08.2015

Bad Neustadt (dpa) - Nachdem der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum 2014 einen Großteil seiner Kliniken verkauft hat, bleibt das fränkische Unternehmen weiter auf Gewinnkurs. «Nach unruhigen Jahren befindet sich unser Unternehmen nunmehr in einer Phase strukturell stabiler Rahmenbedingungen», sagte Vorstandschef Martin Siebert am Donnerstag. Unter dem Strich verbuchte Rhön-Klinikum im zweiten Quartal einen Gewinn von 16,4 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 279,3 Millionen Euro. Damit haben die Zahlen die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen.

Rhön-Klinikum hatte 2014 gut 40 seiner Krankenhäuser an den Konkurrenten Fresenius-Helios verkauft, deshalb sind die Kennzahlen nicht mit den Vorjahren vergleichbar. Rhön-Klinikum betreibt inzwischen noch zehn eigene Krankenhäuser und will sich auf Spitzenmedizin konzentrieren. Allein für Neu- und Umbau in Bad Neustadt will der Konzern bis 2018 rund 180 Millionen Euro investieren. Derzeit sind bei Rhön-Klinikum fast 15 500 Mitarbeiter angestellt.

Das Unternehmen rechnet 2015 mit einem Umsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro sowie einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen Ebitda) um die 150 Millionen Euro. In der vergangenen Woche hatte der Konzern die Übernahme einer weiteren Klinik in Nordbayern angekündigt.