Agenturmeldungen

Spahn begrüßt «Rückenwind» der Länder für Masern-Impfpflicht

07.06.2019

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Unterstützung der Länder für die geplante Impfpflicht gegen Masern begrüßt. «Das gibt uns den notwendigen Rückenwind», sagte der CDU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Gerade auch zum praktischen Durchsetzen einer Impfpflicht ist ein enges Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen notwendig.» Die Gesundheitsminister der Länder hatten am Donnerstag bei ihrer Konferenz in Leipzig die Initiative Spahns unterstützt. Sie forderten
darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, etwa stärkere Aufklärung.

Der Bundesgesundheitsminister will verpflichtende Masern-Impfungen für Kita- und Schulkinder mit Bußen bis zu 2500 Euro und einem Ausschluss vom Kita-Besuch durchsetzen. Die Pflicht soll ab 1. März 2020 gelten, wie ein Gesetzentwurf vorsieht. Spahn betonte das Ziel, die Masern auszurotten. «Kein Kind sollte in Deutschland an dieser gefährlichen Infektionskrankheit mehr sterben müssen.» Es gelte, Kinder zu schützen, damit sie sich selbst und andere nicht ansteckten. «Sie sollen sich darauf verlassen können, dass ihr
Gegenüber keine Gefahr für sie ist», sagte der Minister.