Agenturmeldungen

Spahn verzichtet auf Verbot des Arzneimittel-Versands

11.12.2018

Berlin (dpa) - Das angepeilte Verbot des Versandhandels mit
verschreibungspflichtigen Medikamenten ist für Gesundheitsminister
Jens Spahn (CDU) vorerst vom Tisch. Es sei europarechtlich unwägbar,
ob und wie ein solchen Verbot umgesetzt werden könne, sagte Spahn am
Dienstag in Berlin. Stattdessen will er die deutschen Apotheken
unterstützen, indem er deren Zuschläge für Nacht- und Notdienste
verdoppelt.

Darüber hinaus möchte Spahn die Rabatte für ausländische
Online-Apotheken auf 2,50 Euro je Packung begrenzen. Zudem soll der
Marktanteil des Versandhandels eine Grenze von fünf Prozent nicht
übersteigen - sonst sollen weitere Rabattbeschränkungen möglich
werden. Im Koalitionsvertrag war noch vereinbart worden, dass sich
CDU/CSU und SPD für ein Verbot des Versandhandels mit Arzneimitteln
einsetzen.