Agenturmeldungen

Spahn zur «Pille danach»: Minderjährige vor Missbrauch schützen

26.11.2014

Berlin (dpa) - Nach dem Kurswechsel von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der rezeptfreien «Pille danach» hat der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn vor Missbrauch durch Minderjährige gewarnt.

«Die Pille danach ist ein Arzneimittel mit teilweise gravierenden Nebenwirkungen. Dass wir Minderjährige vor Missbrauch schützen, halte ich für legitim», erklärte Spahn am Mittwoch in Berlin. «Bei Alkohol machen wir das doch auch.» Eine Beratung durch den Apotheker helfe allen, um richtig mit der Pille danach umzugehen. «Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein.»

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hatte nach einer Empfehlung des EU-Arzneimittelausschusses einen Kurswechsel vollzogen. Zuvor hatte auch er drauf bestanden, dass Frauen die Pille nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr nur auf Rezept und nach einer Beratung durch einen Arzt erhalten sollten.

Spahn hatte bereits am Vortag erklärt: «Wir wollen in jedem Fall ein hohes Niveau der Beratung bei der Pille danach sicherstellen. Daher könnte es in der Apotheke eine strukturierte Beratung mit Beratungsbogen wie in der Schweiz als Verpflichtung geben. «Zudem kann ich mir eine Erstattung der Kosten für Minderjährige weiterhin nur vorstellen, wenn es ein ärztliches Rezept gibt.»