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SPD verlangt Regelung für «Pille danach» bis zum Frühjahr

09.01.2015

Berlin (dpa) - Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, bis zum Frühjahr eine deutsche Regelung für die «Pille danach» vorzulegen. SPD-Gesundheitspolitikerin Martina Stamm-Fibich sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich begrüße die Entscheidung der EU-Kommission die «Pille danach» aus der Rezeptpflicht zu entlassen. Dies ist ein längst überfälliger und wichtiger Schritt für das Selbstbestimmungsrecht moderner Frauen.»

 Weiter sagte sie: «Ich hoffe, dass bereits im Frühjahr Frauen von der heute getroffenen Entscheidung profitieren.» Stamm-Fibich zeigte sich überzeugt, «dass ein verantwortungsvoller Umgang mit der «Pille danach» auch ohne Rezeptpflicht gewährleistet werden kann».

 Brüssel hatte auf Empfehlung von Experten am Mittwoch entschieden, dass die «Pille danach» in der gesamten EU ohne Rezept erhältlich sein soll. Gröhe sicherte daraufhin zu: «Wir werden der Entscheidung der Kommission folgen und das deutsche Recht für beide Präparate, die derzeit auf dem Markt sind, schnellstmöglich anpassen.» Bei den beiden Präparaten handelt es sich um «ellaOne» (Wirkstoff: Ulipristal) und «PiDaNa» (Wirkstoff: Levonorgestrel).