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Sterbende sollen besser betreut werden - Regierung billigt Gesetz

29.04.2015

Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur besseren Versorgung todkranker und sterbender Menschen beschlossen. Sie sollen künftig weit umfassender betreut werden, ob zu Hause, in Heimen, Hospizen oder Krankenhäusern. Lücken in der Hospiz- und Palliativversorgung vor allem auf dem Land sollen geschlossen werden. Die Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland kostet voraussichtlich zusätzliche 200 Millionen Euro im Jahr.

Grünen und Sozialverbänden geht die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante bessere Versorgung und Begleitung sterbenskranker Menschen nicht weit genug. Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Elisabeth Scharfenberg sagte der Deutschen Presse-Agentur: Die Koalition «tut zu wenig für die Angehörigen schwerstkranker und sterbender Menschen.» Zudem solle sie endlich gegen den dramatischen Personalmangel in der Pflege vorgehen.